Montag, 14. juni 2010
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Kurzer Erlebnisbericht über deutsche Stunt(wo)men die in der Schweiz einen indischen Film drehen.
Es kam überraschend, was bei Stunts eher unüblich ist, aber plötzlich standen wir in Bern am SET des indischen Kinofilms „Don Seena“ . ..
48 Stunden vor Drehbeginn: Tobi ruft im Auftrag von Swiss Stunt an, um für einen indischen Stuntcoordinator /Actionregisseur vier gute Martial Art Kämpfer zu
finden. Der Produktionszeitraum ist nur grob bekannt soll aber sehr bald sein und es gibt noch keinerlei Infos zur geplanten Szene.
24 Stunden vor Drehbeginn: Die Verhandlungen sind abgeschlossen und neben den vier männlichen Stuntmen Steffen, Spiros, Ernst und David werden auch Milka und
die beiden freien Stuntwomen Kristina Papapopoulous und Anqi Nimbach nur wenige Stunden später auf dem Weg Richtung Schweiz sein.
6 Stunden vor Drehbeginn: Wir werden von Tobi am Hotel begrüßt, noch immer ist unklar was uns erwarten wird, alle nehmen noch schnell ne Mütze voll Schlaf bevor es ans Motiv
geht.
1.Drehtag: Kritisch werden wir von den indischen Kollegen in Augenschein genommen und die Kostüme verteilt. Nun steht fest, Tobi und alle Fighter aus Deutschland spielen eine
Schweizer Straßengang, die sich im Verlauf der Szene mit dem Hauptdarsteller, der kein geringer ist als der indische Kinostar Ravi Teja , prügeln. Nach einem
Showtraining für den Actionregisseur bricht das Eis zwischen der indischen und Deutsch/Schweizer Stuntcrew. Für deutsche Verhältnisse wirkt alles sehr chaotisch und so geht der
erste Drehtag mit der Etablierung aller Darsteller zu Ende. Die vielen Eindrücke lassen uns noch lange diskutieren, bis wir uns der Schönheit der Schweizer Landschaft widmen
können.
Nachdem das Eis gebrochen ist, übergibt der“ Master“ wie der indische Actionregisseur genannt wird die Erarbeitung der Kampf Choreografie an unseren Choreografen David. Um die
sehr Wirelastigen Actionen kümmert sich das Stuntkoordinationsteam Dirk und Tobi. Rene kümmert sich als Chef von Swiss Stunt um die Organisation im Hintergrund und sorgt so für einen
reibungslosen Ablauf und ausreichend Manpower am Set.
Mit viel Sorgfalt und Vorsicht werden alle Stunts und Kampfsequenzen gemeinsam mit dem indischen Team Stück für Stück realisiert. Dabei wächst eine echte Freundschaft zwischen den sehr
unterschiedlichen Kulturen.
Der letzte Drehtag erfordert nochmal alle Kraft und Aufmerksamkeit, die Wireaktionen konnten wir nach Drehschluss mit einem kleinen Team schonmal proben und so wurde unter Hochdruck Ravi Teja
abgedreht, der bereits am Mittag wieder auf dem Heimflug war.
Nach Drehschluss sprangen alle in den angeschlossenen Fluss und feierten gemeinsam einen tollen Drehabschluss….ach ja und was für uns anfangs chaotisch gewirkt hat, stellte sich im Verlauf der
Drehtage als äußerst flexibles aber dennoch sehr effektives Drehsystem heraus. Der „Master „ sprach uns nach den Dreharbeiten beim Abschlussessen seinen Dank aus und wir
mussten uns vor unseren neuen Freunden mit Respekt verneigen, denn die Jungs habens ordentlich drauf geile Bilder zu produzieren. Und so fuhren wir am nächsten Tag mit dem Wunsch … we
want come back montly… wieder heim.
Vielen Dank an das ganze Swiss Stunt Team: Rene, Tobi, Jörg, Marcial, Alexandro und an unsere beiden freien Stuntwomen Anqi und Kristina, das war ein geiler Job…